Obstbaumschnitt

Obstbaumschnitt

Obstbaum-Laienschnitt

Obstbäume richtig schneiden: Nicht ausputzen und auch nicht “stutzen”!

Genau wie in der Baumpflege hängt die Eingriffsstärke bei Obstbäumen individuell von Zustand und der Art des Obstbaums ab.
Häufig wird dem Schnittzeitpunkt die höchste Bedeutung beigemessen, jedoch ordnet sich die sinnvollste Schnittzeit ebenfalls dem Zustand(z.B. Vitalität, Stabilität) des einzelnen Obstgehölzes unter.
Denn ein Obstbaum sollte ja in einem Gleichgewicht von gutem Ertrag und mäßigem Neuaustrieb gehalten werden.
Die meisten Obstbäume in Privatgärten sind nach laienhaften Schnittversuchen in unbefriedigenden Zuständen: sie machen viel Arbeit, tragen wenig und sehen nicht schön aus.
Bild 1: Zu starker Schnitt ein Jahr später: Der Baum versucht den Verlust auszugleichen. Die Kraft geht in den Neutrieb und es werden keine Blütenknospen angelegt.

Ein treibender Baum trägt nicht!

 

Birne vor dem Schnitt:

Mittelalter Birnbaum in einer Streuobstwiese mit überbauten und abgeflachten unteren Kronenbereichen. Das Kroneninnere ist dicht und dunkel. Der Fruchtbereich hat sich deshalb in die Kronenaußenbereiche verlagert.

Birne nach dem Schnitt

Birne nach dem Schnitt:

mit wenigen großen Schnitten wurden überbauende Kronenpartien nach oben hin entfernt bzw. eingekürzt. Das Fruchtholz wurde leicht ausgelichtet.
Im Folgejahr bildet sich im besser belichteten Kroneninneren ein leichter Neutrieb der wiederum in darauf folgenden Jahren aussortiert wird. Das alte Fruchtholz wird wieder etwas ausgelichtet und mit geeignet stehenden Jungtrieben können Leitäste und Leittriebe statisch optimiert werden.
Der Fruchtbehang soll sich über die ganze Krone verteilen also auch ins Kroneninnere.

Deshalb ist ein gesunder Obstbaum
außen licht und innen dicht!