Training für den Ernstfall

Training für den Ernstfall

Verletzter bei Baumarbeiten

Rettungsübung für den Notfall

Einmal im Jahr müssen Baumpfleger für den Ernstfall trainieren. So schreibt es die Berufsgenossenschaft vor.

Gerade bei einem Unfall in schwindelnder Höhe muss jeder Handgriff sitzen. Zum Nachlesen bleibt da keine Zeit. Der Hilfeleistende muss genau wissen, was wann, wo und wie unternommen werden muss.

Bei der Rettung eines Baumkletterers kommt erschwerend hinzu, dass unabhängig von der Art der eigentlichen Verletzung – der betreffende Baumkletterer nicht zu lange bewegungslos in den Gurten hängen bleiben darf.

Nach 20 Minuten besteht Lebensgefahr

Je länger der Verletzte bewegungslos in den Gurten hängt, desto größer wird die tatsächliche Lebensgefahr, da das Blut in die herabhängenden Körperteile sackt. Das Eigengewichtes des Körpers verhindert nun an den Druckstellen der Gurte, dass das Blut wieder zurück in den regulären Blutkreislauf gelangen kann, was im schlimmsten Fall tödlich enden kann.

Rettungsübungen sind nicht nur Vorschrift, sondern überlebenswichtig

Tritt tatsächlich mal ein Notfall ein, muss der Hilfe leistende Kollege also schnell handeln. Innerhalb von höchstens 20 Minuten muss der Verletzte aus dem Baum geborgen sein bzw. sich auf dem Boden befinden. Jede Minute darüber hinaus vermindert die Überlebenschance des Veletzten. Deswegen sind diese jährlichen Rettungsübungen nicht nur Vorschrift sondern überlebensnotwendig.