Birken schneiden und blutende Baumarten

Birken schneiden und blutende Baumarten

Birke ungeschnitten

vor dem Schnitt

 

nach dem Schnitt

Birken schneiden

Birken lassen sich sehr gut schneiden. Durch ihre lichtdurchlässigen Kronen findet auch im Kroneninneren Triebbildung statt. Durch die gleichmäßige Verteilung des Schwachastanteils auch bis in die Innenkrone hat der Baumpfleger sehr gute Voraussetzungen für einen artgerechten Rückschnitt. Unter Beibehaltung des natürlichen Aussehens kann sie prima auf eine gewünschte Größe gebracht und gehalten werden.
Ein weiterer Vorteil der lichtdurchlässigen Krone ist die optische Wirkung, besonders in kleineren Gärten. Denn die Birke ist nicht nur licht- sondern auch sichtdurchlässig. Dadurch nimmt sie nicht so viel optischen Raum ein wie beispielsweise dichte Baumarten mit dunklen Nadeln.
Birken vertragen Sonneneinstrahlung, Frost, und Trockenheit sehr gut und sind sehr windtolerant. Sollte doch mal ein Ast ausbrechen, bleibt er meist im Baum hängen, anstatt durch plötzliches Herabfallen Schäden anzurichten. Er kann dann später vom Baumpfleger kontrolliert zu Boden gebracht werden.

Blutende Baumarten bluten nicht!

Birken reagieren bei Schnitt oder Verletzung im Spätwinter bis Frühjahr für mehrere Tage mit starkem Saftaustritt.

Auch Ahorn, Walnuss und Hainbuche verhalten sich so, sie werden fälschlicherweise als blutende Baumarten bezeichnet.

Obwohl die austretenden Flüssigkeitsmengen mehrere Liter erreichen können, wird ein Baum nicht leer laufen. Denn er hat keinen geschlossenen Blutkreislauf, sondern zieht über die Wurzeln durch Diffusion und Osmose Wasser nach. Derartige Wunden können durch den Saftfluss sogar besser gegen Schadorganismen abgeschottet werden, als Wunden aus anderen Jahreszeiten. Der Baum verschließt die Gefäße innerhalb weniger Tage, es muss sich also niemand Sorgen machen.