Baum und Klimaschutz

Baum und Klimaschutz

Der Baum?!
Klimaverbesserer, Nahrungslieferant, bietet Lebensraum, stärkt Geist und Seele, ist landschafts- und stadtprägend …

 

Bäume wirken sich schon immer wesentlich auf unser Klima aus und das ausschließlich positiv.
Sie binden unter anderem das Kohlendioxid, setzen Sauerstoff frei, erhöhen die Luftfeuchtigkeit, senken die Umgebungstemperatur und die Feinstaubbelastung.
Und obwohl sie so leistungsfähige Klimaverbesserer sind, finden sie in Zeiten von Umweltschutz und Klimapolitik bei uns doch recht wenig Beachtung. Im Gegenteil, schnell ist man genervt vom Laub, Schatten oder Fruchtfall. Man fokussiert sich nur auf den “Dreck”, der in der Dachrinne oder auf dem Rasen landet und blendet die außerordentlichen Leistungen des Baumes für unser Klima achtlos aus.
Wenn du dich an wirksamen Klimaschutz beteiligen möchtest, dann unterstütze doch Menschen in deinem Umfeld, die für Bäume verantwortlich sind. Sie werden sich freuen, wenn du ihren Bäumen gegenüber positiv eingestellt bist. Das kann z. B sein, in deinen Garten dürfen Äste von Nachbars Baum hineinragen. Oder das Laub fällt in dein Grundstück und du räumst es regelmäßig weg (sitzen ist ja das neue rauchen, spart das Fitnessstudio!). Sei dankbar, wenn Baumbesitzer ihre Bäume erhalten. Denn sie investieren ihre Finanzen, ihre Zeit und häufig auch ihre Nerven in ihre Bäume. Damit profitierst du und deine ganze Umgebung vom verbessertem und gesünderem Mikroklima.

 

Nur ein Baum!
verarbeitet im Jahr 6300kg Kohlendioxid, ein großer Teil wird dauerhaft im Holz gebunden;
setzt 4600kg im Jahr Sauerstoff frei, ein Bedarf für 10 Menschen;
filtert an einem Sommertag 36000 cbm Luft und bindet im Jahr 1000 kg Staub;
verdunstet 400 l Wasser an einem sonnigen Tag, erhöht dadurch die Luftfeuchte und senkt die Umgebungstemperatur um bis zu 6 Grad Celsius ab.
Wow!

Und wusstest du außerdem?

Dass der Aufenhalt in der Natur messbar gesund ist?
Der japanische Medizin-Professor Yoshifumi Miyazaki spezialisierte sich schon in den 90er Jahren auf Waldtherapie und forscht seitdem über die physiologischen und psychologischen Auswirkungen von Shinrin Yoku auf den menschlichen Körper. In einer Studie in Zusammenarbeit mit dem Center for Environment, Health and Field Science an der Universität Chiba führte er Experimente mit 756 Probanden durch. Das Ergebnis:

Die sympathische Nervenaktivität, die sich unter Stress erhöht, verringert sich beim Waldbaden.
Die parasympathische Nervenaktivität, die bei Entspannung steigt, nimmt zu.
Die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol sinken.
Der Blutdruck sinkt.
Die Pulsfrequenz sinkt.
Die Anzahl der Killerzellen und Anti-Krebs-Proteine steigt. Das heißt, dass das Immunsystem gestärkt wird.
Fazit: Waldbaden wirkt sich signifikant positiv auf das Nerven-, Hormon- und Immunsystem aus.